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Mehr Geld für Gesundheit ist wichtig

StandpunktDr. Michael Espendiller, MdB
Krankenhaus-Schild

Gesundheit ist kein Luxus. Sie ist die Grundlage dafür, dass unser Land funktioniert – wirtschaftlich, sozial und menschlich. Und genau deshalb ist es ein Problem, dass wir seit Jahren so tun, als könne man ein immer stärker belastetes Gesundheitssystem mit immer knapperen Mitteln stabil halten.

Fakt ist: Die Ausgaben im Gesundheitsbereich steigen massiv – und das aus guten Gründen. Eine alternde Gesellschaft, höhere Behandlungskosten, neue medizinische Verfahren und ein zunehmender Fachkräftemangel treiben die Kosten nach oben. Allein der Etat des Bundesgesundheitsministeriums soll 2026 bei 20,1 Mrd. Euro liegen – rund 790 Mio. Euro mehr als im Vorjahr, was aber bei weitem nicht ausreicht, um die strukturellen Probleme zu lösen.

Gleichzeitig sehen wir enorme Finanzierungslücken in der gesetzlichen Krankenversicherung. Bereits im kommenden Jahr fehlen dort 6,3 Mrd. Euro, wenige Jahre später drohen Defizite von zweistelliger Milliardenhöhe. Diese Löcher schließen sich nicht von selbst. Sie führen entweder zu steigenden Beiträgen – also höheren Kosten für Arbeitnehmer und Unternehmen – oder zu einer schleichenden Verschlechterung der Versorgung. Beides ist nicht akzeptabel.

Denn am Ende sind es die Bürger, die den Preis zahlen: längere Wartezeiten auf Arzttermine, überlastete Krankenhäuser, Pflegekräfte am Limit. Dabei ist eigentlich genug Geld im System vorhanden – es kommt nur zu oft nicht dort an, wo es gebraucht wird. Hohe Verwaltungskosten, ineffiziente Strukturen und eine verschleppte Reformpolitik sorgen dafür, dass Milliarden versickern, statt bei Patienten und medizinischem Personal zu wirken.

Wenn wir wollen, dass Gesundheit in Deutschland kein Glücksspiel wird, dann müssen wir bereit sein, mehr Geld gezielt bereitzustellen – und es zugleich sinnvoll einzusetzen. Investitionen in Krankenhäuser, Pflege, Digitalisierung und eine stabile Finanzierung der Krankenkassen sind keine Wohltaten, sondern staatliche Kernaufgaben.

„Wer hier spart oder nur halbherzig nachbessert, spart am falschen Ende."

Im Haushaltsjahr 2026 konnte der AfD-Haushalt einen Mehrbetrag in Höhe von 8 Mrd. Euro für den Gesundheitsetat bereitstellen. Das Geld soll nach unseren Planungen der Senkung der Krankenkassenbeiträge und der Krankenhausfinanzierung dienen. Diese Ausgaben sind durch Kürzungen an anderen Stellen im Bundeshaushalt vollständig ohne Steuererhöhungen gegenfinanzierbar.

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